Wenn sich einer ein Logo auf den Arm tätowieren lässt, dann haben die Markenverantwortlichen offensichtlich etwas richtig gemacht. Freund Nils – forever Punk – hat sich doch tatsächlich diesen aufgeschlossenen Geist, geboren aus griechischem Harzwein, in die Haut stechen lassen. Ist ja auch hübsch direkt, die Botschaft: Retsina aus der Kellerei Malamatina schließt den Bauch auf und mit dem Bauch natürlich die Sinneslust im allgemeinen. Wikipedia ist zu entnehmen, dass der Umsatz der ältesten Kellerei Griechenlands sich nach eigenen Angaben im Jahr 2006 (die Griechen mal wieder – nicht gerade Aktualisierungsweltmeister) auf 28,170 Millionen Euro belief. Das bedeutete einen Reingewinn von 6,085 Millionen Euro. In Griechenland besitzt der Wein einen Marktanteil von 60 %, in Nordgriechenland 92 %. Na, wenn das kein Erfolg ist. Denke gerade über ein Logo für eines meiner kleinen Privatprojekte nach und deshalb wird es hier auf diesem lütten feinen Blog eine kleine Serie von Lieblingslogos geben. Der harzweinschlürfende Schlüsseljunge macht den Anfang – bald mehr und bis dahin ein herzhaftes Jámas!

 

Bewunderung ist schwierig. Ein Verriss wirkt immer unbestechlich und schreibt sich mit Schmackes. Außerdem sind kluge Geister geschult darin, sich über Kritik zu definieren. Gibt ja nun wirklich auch genug, was man scheiße finden kann da draußen. Wenig Übung habe auch ich im Gutfinden. Bei T.C. Boyle gibt es aber einfach keine andere Möglichkeit für mich, als vor Bewunderung im Boden zu versinken.

Lange war sein Erzählband „Zähne und Klauen“ meine Bibel, die ich zerlesen und zerknautscht überall mit hinschleppte und alle meine Freunde mit meinem manischen Propagandismus für dieses Werk unendlich nervte. Es schrie mich an: Hej, Schlauberger, tu mal bloß nicht so cool. Kein noch so heller Gedanke kann so scharf sein wie eine Raubtierkralle. Die Natur hat immer Recht. Sie ist stärker als wir, haut uns Schwächlinge im Zweifelsfall von den Socken. Sie sind und bleiben meine Freunde: Der Radiomoderator, der von seinem Lachundkrachsender dazu getrieben wird, Weltmeister im Wachbleiben zu werden, die Vogelkundlerin, die draufgeht, weils sie einfach wegpustet und schließlich der klassische Ami-Loser, der in der Bar einen Serval gewinnt und nur deshalb tapfer einsackt, weil ihm die Bedienung, in die er verknallt ist, beim Abtransport des Raubtiers hilft. Die hübsche Daria ist natürlich schon vergeben, das Raubtier verwüstet stellvertretend das Schlafzimmer. Und der Loser? Er säuft sich in den Tiermodus zurück und stellt sich der Wildkatze. Wie das ausgeht, müssen wir uns hübsch selbst ausmahlen. Mr. Boyle zieht am Ende die Schlafzimmertür vor uns zu. Heute ist der Meister Gast im Übel & Gefährlich, um uns seinen neuesten Schinken hinzuschmeißen. Jan Josef Liefers wird die Texte in deutsch lesen, m.E. eine völlig unnötige Maßnahme. Werde trotzdem da sein. Und Respekt zollen.

Ist ausverkauft.

 

Gestern bin ich den Marathon in Hamburg gelaufen und habe mich mit meiner Zeit von 3.27.09 recht lässig für den Lauf in New York qualifiziert (Master-Klasse)!

Klar, mann muss sich nicht direkt für den New York Marathon qualifizieren sondern kann sich da über so Reiseanbieter einkaufen. Aber das kann ja eben jeder. Und kommt deshalb für mich nicht in Frage. Geht einfach nicht mit meinem inneren sportlichen Ehrenkodex zusammen. Mag es in diesen Dingen auf die harte Tour. Da bin ich ganz Rocky Balboa. Weiß auf jeden Fall schon jetzt, wo ich am 4. November 2012 sein werde. Und was ich tun werde. Werde mir beim Laufen wohl den Hals verrenken ... Das wird LEIDER UNFASSBAR GEIL (mal wieder und immer noch so gut: danke, danke Deichkind)!!!

 

Heute ist der Tag der Jungs und auch hier bei uns will ein kleiner süßer Schüler namens Max mal schaun, wie man Grafiker wird. Conny findet ihn niedlich. Er trägt Kopfhörer bei der Arbeit, tsssss. Die nehm ich ihm gleich mal weg. Ist schließlich nicht Schlampinohausen hier. Andererseits. „Rolling in the Deep“ von Adele – das sollten Jungs heute hören! „Don't underestimate the things that I will do!“ Wenn der das Ernst nimmt, dann Halleluja für die Frauen! Egal, habe mir heut morgen gedacht: Geh' ich doch auch mal als Boy zur Arbeit, mit Schlips. Merke: Gegen dödelige Verfassung hilft auch die Krawatte nichts. Gibt so Tage.