
Gebe es zu, ich mag es manchmal derbe. Finde zum Beispiel Der Familie Popolski wirklich lustig. „Get the Polka started“ entspannt mich total und erinnert mich an eine meiner Lieblingsjugendbands, die Pogues. Die Mehrzahl meiner klugen Freunde findet solcherlei Amüsement zu banal, doch was soll ich machen? Ein guter Kalauer hat m.E. noch niemandem geschadet und trägt einen dann doch über so manches triste Tal. Apro Pos (hi,hi): Heute den neuen Männerkatalog von Otto in der Hand gehabt und das erste Mal so richtig gecheckt, dass es ja auch Stringtangas für Männer gibt. Und das, muss ich ehrlich sagen, ist mir dann doch wieder zu prollig – und irgendwie auch inkonsequent. Da fände ich es besser, wenn er gar keine Unterhose anhat: Wenn schon Tier, dann aber auch richtig. Basic Instinct. Und ja, das gilt auch für Frauen. Strings sind einfach nur Tchibo, so wie Wochentage-Unterhosen und Minimizer-BHs. Und wer will schon mit einem ins Bett, der zur Verkäuferin sagt: „Die Unterhosen und ein Pfund Milde Sorte bitte“? Obwohl – das ist dann schon fast wieder Popolski. Bloß ohne Humor. Der String – Cafissimo unter den Unterhosen. Nix für Leute, die echten Kaffee wollen.

Zwei waschechte Popolskis in ihrem Wohnzimmer: Tass Kaff!
Anna Maria ist nicht nur wunderschön – zu sehen in unserem Green Capital Fashion Walk, in Ihrem Web-Diary und auf Laufstegen in aller Welt. Sie hat eine Stimme, die ich nicht vergessen kann. Annama hat aus Mando Diaos Tanzaufforderung einen Lockruf zum Träumen und ---- ja --- gemacht. Klingt alles sehr leicht bei ihr und verdichtet den Raum hin zum Wesentlichen, zum Herzen. Hoffe, sie noch ganz, ganz oft zu hören. Bin aber sicher, dass es passieren wird. Schließlich ist die Welt nicht taub.

Hier gefunden.
Manchmal muss man gar nicht viele Worte machen, um Social Media zu erklären. Kleiner Nachtrag zu meinem gestern an der Akademie des Deutschen Buchhandels gegebenem Crashkurs Digitales Corporate Publishing. Sehr fancy Seminaristen gehabt, hat Spaß gemacht. Nächste Auflage übrigens am 28. September 2012 in Hamburg.

Das unten rechts in der Ecke des Newsletters sind Thuy, René und ich mit unserem Award für Two for Fashion. Waren 2011 dabei – wie der Sascha und die Dame in gelb. Zwischenzeitlich gab es noch eine Verleihung. War die so mau, dass man auf das Vorjahresmaterial zurückgreifen musste? Egal, nehmen das mal als Kompliment ...

Kathrin legt auf dem frisch renovierten Blog Two for Fashion gerade eine absolut fantastische Fashionweek-Berichterstattung hin. Ihre Bilder bezeugen die Hingabe der New Yorker an die Mode – gut, einige würden sagen: an die Oberflächlichkeit. Aber ich bin nun einmal eine Oberflächenschauerin und halte stilvolle Outfits für Kunst. Das Schöne daran: Aufs Geld kommt es dabei nicht mehr an. Man kann in einem 50 Euro Outfit besser aussehen als jemand in einem 50.000er-Look.
Oben abgebildete Hose legte ich mir beispielsweise gestern für 7 Euro im Supersale bei Hennes & Mausi zu. Und sie ist auch noch „conscious“, also aus Biobaumwolle. Kathrin trägt zurzeit in NY ein ganz ähnliches Beinkleid und wurde dafür von einer Vogue-Redakteurin gelobt! Und beim Shopping stand kürzlich eine Frau in einem Mindestens-12.000-Euro-Outfit (Nezmantel-Zelt, Prada-Tasche, Gucci-Schuhe – alles aktuelle Kollektionen) neben mir in der Kassenschlange und fragte mich allen Ernstes, ob ich glaube, dass der Rock, den sie zu kaufen gedachte, ihr auch tatsächlich stehen würde. Freute mich natürlich über das Lob – mein Look verströmte offensichtlich modische Kompetenz – war aber auch traurig über derlei Verschwendung. Kurz und gut: Lernen wie es geht, kann man von vielen hingebungsvollen Menschen auf der Straße – und von vielen Bloggern, allen voran selbstverständlich Kathin und Thuy von Two for Fashion.
8.44 Uhr heute morgen, -7 Grad macht Hamburgs Wangen rot – und bricht die Elbe in Fraktale. Herr Mandelbrot wüsste sicher mehr über die geometrischen Schleifen zu sagen, aus denen die Eiskristalle gewoben sind. Leider weilt der Gute seit gut einem Jahr bei den Fischen und kann sich die Eisdecke bestenfalls von unten anschauen. Aber: Ich denke heute früh an ihn und meine Diplomarbeit, die von der Chaosforschung bestimmt war. Mir ging es damals um die Konstruktion von Wirklichkeit in den Medien, um den Drang, ursprünglich dynamischen, nichtlinearen Systemen ein Erklärungsmuster und damit eine Ordnung zu verpassen, um Dinge fassbarer und einsortierbar zu machen. In diesen Studien kam ich natürlich nicht um Mandelbrot und seine Apfelmännchen herum. Sie haben mich schwer entzückt. Genau wie Hamburg heute:

Mein Arbeitsweg fühlte sich heute nach Kafka und Prag an, dunkel und schwer und schön.


Oben angekommen, Blicke aus dem Bürofenster. Danke, danke, danke, dass ich hier arbeiten darf.
