Bin heute stolz. Habe eine perfekte Referenz für ein Corporate Post, das ich in meinen Crashkurs Digitales Corporate Publishing an der Akademie des Deutschen Buchhandels zeigen kann. Praktischerweise soeben auf unserem Blog Two for Fashion freigeschaltet. So muss es sein: Klamotten von OTTO, gemixt mit Highend-Label-Stücken, inszeniert in einer morbinden Villa Upstate New York City. Von einer Designerin und Bloggerin, die mit Leidenschaft bei der Sache ist und weiß, was sie tut. So ist OTTO cool und lässig. Und das zu zeigen, ist schließlich der Auftrag.

© Kathrin Leist für Two for Fashion

Danke, Kathrin!

 

McKinsey hat nun bereits zum 4. Mal untersucht, was die Kommunikation in Sozialen Netzwerken den Unternehmen eigentlich bringt. Das ist naturgegeben schwer zu messen, denn wer will genau eruieren können, wann und wie der ROI erreicht ist? Die McKinsey Studie zum Thema offeriert die Ergebnisse einer Befragung von 3.249 Unternehmen weltweit. Beschwingend: 40 % der Unternehmen geben an, soziales Networking und gar 38 % ein Unternehmens-Blog zu betreiben. Und das auch wirtschaftlich sinnvoll zu finden.

Dabei werden in der Studie drei Arten der Web 2.0-Nutzung unterschieden: die interne Nutzung (Workflow-Strukturierung, Archivierung, Kommunikation), die limitiert zugängliche Interaktion mit Kooperationspartnern und die öffentliche Kommunikation mit den Kunden. Nur die wenigsten der befragten Unternehmen (3 %) können dabei als „Fully Networked Enterprises“ bezeichnet werden, die alle Möglichkeiten nutzen. Die meisten beschränken sich darauf, erst einmal die internen Prozesse via sozialer Kommunikation zu optimieren – ist ja auch nicht so riskant. Doch McKinsey wäre nicht McKinsey, wenn nicht auch das Wesentliche abgefragt wird: „Do these benefits translate into fundamental performance improvements, measured by self-reported market share gains and higher profits?“ Antwort: 27 Prozent der befragten Unternehmen gaben an, durch ihre Web 2.0-Aktivitäten Marktvorteile gegenüber der Konkurrenz errungen – und sogar ihren Profit gesteigert zu haben.

Was die McKinseys zu einem ermutigend forschen Fazit animiert: „The imperative for business leaders is clear: falling behind in creating internal and external networks could be a critical mistake. Executives need to push their organizations toward becoming fully networked enterprises.“ Und vier Schritte hin zur auf allen Ebenen netzwerkenden Organisationseinheit weiß man auch zu nennen. Das ist doch mal eine hübsche Basis – wir helfen gern weiter!

 

© Quelle: Marktforschung auf der Focus Online iPadApp; n=144

Wer einmal eine iPad-App gebaut hat, weiß, was für ein Gefrickel das zurzeit – noch? – ist. Gary Rossington-Girarrensolo nix dagegen. Egal, ob man auf eigene Lösungen, die von Woodwings oder Adobe setzt. Haut dann doch nicht immer alles so hin, wie gedacht. Deshalb ist es natürlich ganz schön zu wissen, für wen man sich den Aufriss eigentlich antut, wer sich die hübschen bunten auf dem Tablett servierten Schütteltagespropheten eigentlich wann anschaut. Und wie lange. Dazu gibt es eine Studie. Ergebnisse oben: Das iPad ist also, wenig überraschend, ein Toy für männliche Gut- bis Sehrgutverdiener, denen es Banane ist, was ihr Managermag als App kostet und die die Scheibe am liebsten Streicheln, wenn sie daheim dem Lockruf des Sofas gefolgt sind. Und das am liebsten täglich. Vor diesem Hintergrund ist es natürlich verdammt schade, dass Apple es uns so schwer macht, Erotik-Apps zu publizieren. Würde schon Spaß machen.

 

Habe heute von unserer Bloggerin aus NY das verspätete Weihnachtsgeschenk No. 2 geschickt bekommen: Diese schöne Bluse, designt von Jil Sander für Uniqlo. Schick, schick, schick. Thank you a hundred times, Kathrin. Ach ja: Würden wir kein Corporate Blog für OTTO machen, würde ich nicht mit Kathrin arbeiten, würde ich keine so schicke Bluse geschickt bekommen, würde es kein mit dem iPhone aufgenommenes Bild hier von mir geben. So hängt mal wieder alles pattexhart zusammen. Genau wie die Freunde von Freunden bei Facebook. Oder Pommes und Kevin Klines Nase in Ein Fisch namens Wanda. Immerhin hat er dafür den Oscar als bester Nebendarsteller bekommen. Menno.

 

Das ist der aktuelle Spiegel:

Eigentlich so überhaupt gar keine Überraschung zum reizstoffarmen Jahresbeginn: weder die müde Grafik, noch die verschlafene These. Hallo, der Kapitalismus ist ein alter Schlawiner und genau wie beim Spiegel, dem Mann von der Hamburg Mannheimer, dem Gemüsehändler um die Ecke und eben bei Facebook geht es deshalb ums Verkaufen und Verdienen. Manifestiert in mal mehr, mal weniger sympathischen und handwerklich sauber in die Umlaufbahn der Geldwarenwirtschaft geschleusten Strategien und Produkten. Die gute Nachricht: Wir können aussortieren, müssen derartige Déjà Vu-Schwarten ja nicht lesen. Erstaunlicherweise haben das viele geschätzte helle Geister sehr akribisch getan. Und eine Echauffierungswelle losgetreten: hier, da, dort drüben und an diesem Örtchen auch. Warum sollte Facebook Verteidigung brauchen? Nur weil der Spiegel AUCH gern Daten sammelt, wird es ja nicht toller, was die & CO (die immer doofe Subsummierung) so machen.

Ich jedenfalls freue mich darüber, dass auch die zweite Ausgabe der Monopol App fürs iPad kostenlos ist. Merci, Juno Verlag. Ist mal wieder hübsch geworden.

 

© Supalife Kiosk

Was selbst der Econ Award in GOLD für unser Wunderblog nicht geschafft hat, schafft das schöne neue Ja!: Mich wieder zum Bloggen zu bewegen. Keinen blassen Schimmer – oder, na ja, eigentlich doch, aber das gehört jetzt wirklich nicht hierher – warum, aber in den ersten zehn Tagen des neuen Jahres ist gefühlt so viel passiert, wie in den ersten vier Monaten des letzten. Totale Verdichtung, sehr hart, sehr gut, sehr einen klaren Kopf fordernd. Die Einsen in zwanzigelf buzzen mich ständig an wie Ausrufezeichen an einer Fahrradpumpe: konsequent sein jetzt, alles soll besser werden und die auf der anderen Seite pennen schließlich auch nicht vor sich hin. Die machen und machen. Manchmal kann machen ja auch sehr schön sein. Wie im Falle des Küssens. Habe den schönsten Kalender mit dem schönsten Motto ever gestern verspätet aus Berlin ankommend überreicht bekommen: Küssen 2011. Sie sind überall die Guten. Man muss sie nur finden und verstärken. Übermorgen gibt's hier wieder eine Chance. Und Sa hier. Bleibe dran.

© Supalife Kiosk