
24 Tage ist das Jahr nun mal gerade alt und wir haben schon unseren ersten 2012 Award gewonnen: Den ITB BuchAward für unsere Familienreiseführer. Verleihung findet auf großer Bühne in Berlin auf der ITB statt, das ist doch was. Werde nicht dabei sein, schließlich ist Skisaison. Dafür Frau Domagalski, die Gute. Wer zuschauen möchte, wie sie vor Freude errötet, steuert Freitag, den 9. März 2012 so um 16 Uhr die Ägypten-Halle 23 a auf dem Messegelände an. Durch die Veranstaltung führt die Moderatorin Mary Amiri. Das gibt doch reichlich Rückenwind für die Familiereiseführer-App, an der wir gerade basteln und die wir mit Nivea im März publizieren werden.

Haben am Freitag Apples neues OS X Lion und dazu einen neuen Mailserver bekommen. Wollte zu gern mal Platz nehmen auf der Cloud und ausprobieren, was da so geht. Apple ist eben Meister darin, Anlässe zu schaffen, die einem das Gefühl geben, man müsse jetzt aber unbedingt mal neue digitale Territorien erobern. Und was soll ich sagen? Ästhetisch bekommt man an einigen Stellen mächtig eins auf die Glocke: iCal hat plötzlich so einen opihaften Lederrand mit Rissleiste, so, als ob da Kalenderblätter rausgetrennt worden wären. Und die Seiten Blättern sich auch so zigarrensalonmäßig um. Die Mail-Darstellung habe ich vom völlig fusseligen, neuen Look ebenfalls sofort wieder auf „Klassik“ zurückgesetzt. ABER. Sachen wie AirDrop und auch WebMail machen das Leben wirklich erheblich leichter – und man muss kein Nerd sein, um sie nutzen zu können. Spiele heut Abend mal weiter rum. Bis dahin ganz happy – auch mit meinen neuen Timberlands (Hamburg wird kälter):


Fast so gern wie neue Musik entdecke ich neue Labels, die Frauen sexy UND intelligent aussehen lassen. Bei diesem Overall von Mila Miyahara ist diese Kombi nun wirklich gegeben – und praktisch ist das Teil auch noch: Man schlüpft vom Kragen aus rein und raus, quasi Feuerwehrkluft. Da brennt garantiert nichts mehr an. Wird mir Spaß machen, das Teil.
Ist nicht leicht, das Thema Selbstdarstellung souverän zu meistern. Wir haben ein paar Jahre allein für unser Logo gebraucht. Und wenn man sich die Websites der größten Kreativagenturen so anschaut, dann sieht man wieder einmal, wie schwierig es ist, zum Selbst ein wenig Abstand und heitere Grundeinstellung zu wahren. Das ist schon alles arg verkrampft: Das bunte Gewese und die Blogs bei Jung von Matt, das „Glaubensbekenntnis“ (weil man ja im Gemeindehaus der Friedenskirche St. Pauli sitzt) von Philipp und Keuntje, die Wahrheit von den Goldenen Hirschen – alles schwerer verdaulich als das, was für die Kunden so produziert wird. Aber es gibt Ausnahmen:

Lukas Lindemann Rosinski ist eine Agenturgründung dreier Ex-JvMler. In dem seit 2008 im hübschen Ottensen in Hamburg ansässigen Schuppen hat man sich entschieden, per Video der Welt zu zeigen, wer man ist. Und was man kann. Die Idee rund um den Illumannski-Geheimbund ist zwar irgendwie ein Klassiker aber sehr witzig und bildstark umgesetzt. Locker, leicht – das ist intelligenter Mainstream. Habe ich mir lächelnd bis zum Schluss angeschaut. Und die Website ist auch super.
... ja fast so scheiße wie bei Facebook:

Noch jemand, der immer lustloser wird, wenn er solche Mails bekommt? Die sind auch so HAESSLICH – die gebetsmühlenartig gefaltetet Hände: zum Kotzen. Aber ehrlich.
